Story

Das Gesetz

Die Integration der Flüchtlinge droht zu scheitern. Ein eilig erweitertes Integrationsgesetz der Bundesregierung verpflichtet deshalb die Deutschen, Flüchtlinge in ihre Privatwohnungen aufzunehmen. Per Zwangszuweisung erhält jeder mit genug Wohnraum einen Geflüchteten.

Die Nachbarn

Auch drei Reihenhausnachbarn erhalten einen Zuwendungsbescheid: die rassistische FRAU RAU, die beim Gedanken, einen Fuß in ein Flüchtlingsheim zu setzen, in Panik gerät; die lesbische Weltverbesserin BETTI, die sich darauf freut, einem Flüchtling eine neue Perspektive geben zu können, aber doch hofft, dass es kein Mann ist und der überkorrekte HERR RICHTER, der sich einen Flüchtling mit kurzer Bleibeperspektive wünscht. Herr Richter überzeugt den Heimleiter der Flüchtlingsunterkunft, dass sie ihre Flüchtlinge kennen lernen und untereinander tauschen können.

Die Geflüchteten

In Kriechgang im Keller der Flüchtlingsunterkunft kommt es zum Zusammentreffen, welches sich rasch zu einem Verhör der Flüchtlinge entwickelt. Der junge DJADI aus dem Kosovo spricht zwar Deutsch, wird aber als Roma abgestempelt und muss sich Fragen zur Rechtmäßigkeit seines Flüchtlingsstatus stellen lassen. Die verschleierte SAMIRA aus Eritrea wird als ehemaliger Regierungsspitzel entlarvt. Ihre geschilderten Erlebnisse werden als zunehmend dramatischer, aber auch unglaubwürdiger wahrgenommen. Der kriegstraumatisierte ABBAS aus Syrien muss über den Verlust von Frau und Kind sprechen. Als er dabei aggressiv, ja sogar handgreiflich wird, setzt ihn die panische Frau Rau mit Pfefferspray außer Gefecht.

Die Heimsuchung

Der nun einsetzende erbitterte, oftmals surreal-komische Schlagabtausch zerrt nicht nur die Geschichten und Geheimnisse der Flüchtlinge ans Licht, sondern offenbart auch die Geheimnisse und Abgründe der Nachbarn. Auf bizarre Weise wird so die Vorstadt-Idylle der Deutschen für immer zerstört und der Zuschauer am Ende auf ganz eigene Weise vor eine Entscheidung stellt.